Gemeinsames Kampagnenbündnis von CDU, Freie Wähler, SPD und FDP: „Allianz für Stutensee“ wirbt für ein klares „NEIN“ beim Bürgerentscheid

Bilder der Pressekonferenz zum neuen Kampagnenbündnis
Bilder der Pressekonferenz zum neuen Kampagnenbündnis "Allianz für Stutensee" mit Heinrich Sickinger (SPD), Dr. Klaus Mayer (Freie Wähler), Ansgar Mayr (CDU) und Edith Nagel (FDP)
 

Bereits im Gemeinderat der Stadt Stutensee waren sich die Fraktionen von CDU/FDP, Freie Wähler und SPD einig darüber, dass das Thema „Schaffung von bezahlbarem Wohnraum“ in Stutensee ein ganz zentraler Baustein der Kommunalpolitik sein muss, um den aktuellen Problemen der Wohnungsnot und der hohen Kauf- bzw. Mietpreise entgegen zu treten.

Im jetzt laufenden Wahlkampf zum Bürgerbegehren am 18. Februar haben sich die Parteien bzw. Wählervereinigung zum Kampagnenbündnis „Allianz für Stutensee“ zusammengeschlossen. Das haben deren Vertreter Ansgar Mayr (CDU), Dr. Klaus Mayer (FWV), Heinrich Sickinger (SPD) und Edith Nagel (FDP) in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt gegeben. Das Ziel der Allianz ist es gemeinsam die Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, welche Bedeutung die südliche Teilfläche des Lachwalds hat, um vor allem schnell etwas gegen den Mangel an Wohnraum im Allgemeinen und dem Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen im Besonderen zu tun.

Die Allianz für Stutensee wird in den kommenden Wochen auf verschiedenen Wegen den Bürgerinnen und Bürgern deutlich machen, dass sie am 18. Februar mit „NEIN“ stimmen müssen, wenn auch sie dafür sind, dass in Stutensee Wohnraum und dabei insbesondere bezahlbarer Wohnraum entstehen soll.

Plakate und Broschüren werden in der Kampagne die klassischen Mittel sein um über die vielschichtigen Aspekte bei diesem Baugebiet und die klaren Vorteile zu informieren. Aber auch in Bürgergesprächen an Infoständen und online wird die Allianz für ihre Ziele werben – sei es bei Facebook oder auf der Homepage der Allianz für Stutensee:

www.facebook.com/AllianzfuerStutensee

www.allianz-fuer-stutensee.de
www.lachwald.info

Nach der Auffassung der Allianz für Stutensee ist die Wohnungsnot kein reines Stutenseer Problem. „Vor 10 Jahren war das noch ein Problem der Großstädte. Seit einigen Jahren ist der Wohnraummangel aber auch auf dem Land angekommen, was wir im sogenannten ‚Speckgürtel von Karlsruhe‘ inzwischen sehr deutlich zu spüren bekommen. Es fehlt insgesamt Wohnraum – insbesondere aber bezahlbarer Wohnraum“, so die Vertreter der Allianz.

Die Vertreter der Allianz für Stuten-see präsentierten im Rahmen ihrer Pressekonferenz auch eine aktuelle Auswertung der öffentlichen Wohnungsangebote des Marktführers Immobilienscout 24. Demnach werden in Stutensee derzeit gerade mal 16 Wohnungen zur Miete angeboten. Von diesen Wohnungen sind drei zu Preisen von knapp 12 Euro und mehr Kaltmiete pro qm – bei einem Spitzenpreis von 15,71 Euro pro qm Wohnfläche. Zwischen 9 und 10 Euro sind es 7 angebotene Wohnungen, zwischen 8 und 9 Euro drei Wohnungen und nur zwei Wohnungen liegen zwischen 7 und 8 Euro. Lediglich eine Wohnung wird bei Immobilienscout 24 mit 6,96 Euro Kaltmiete pro qm für unter 7 Euro angeboten. Die durchschnittliche Kaltmiete beträgt bei den derzeit in Stutensee angebotenen Wohnungen somit stolze 9,60 Euro pro qm. Nach Auffassung der Allianz belegt diese Tatsache die große Not, weshalb dringend gehandelt werden müsse.

Die Allianz für Stutensee weißt in diesem Zusammenhang darauf hin, dass schnell und großflächig gehandelt werden müsse. Dazu sei ein großes Areal erforderlich, welches bereits im Besitz der Stadt sein müsse. Grundstücksverhandlungen mit privaten Eigentümern würden das Ziel kurzfristig viele Wohnungen zu schaffen erheblich verzögern und die Grundstücke teuer machen, so dass günstige Mieten nicht mehr kalkulierbar wären. Dass dabei auch Einnahmen für die Stadt generiert werden, sei ein willkommener Nebeneffekt, aber nicht der Hauptgrund um das Baugebiet Lachwald zu realisieren.

„Im südlichen Teil des Lachwalds lassen sich beide Ziele, nämlich schnell und auch zu bezahlbaren Preisen, Wohnraum zu schaffen, realisieren“ so die Vertreter der Allianz für Stutensee. Stutensee sei eingerahmt von Wäldern: Vom Hardtwald im Westen und vom Auwald im Osten. „Wenn man sich Stutensee beispielsweise mit Google Maps aus der Luft anschaut, dann kann man erkennen, dass wir über eine vergleichsweise wirklich sehr kleine Waldfläche reden“, zeigt die Allianz auf und macht deutlich, dass dafür ein Ausgleich geschaffen werden soll, der über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. Eine reine 1:1-Aufforstung sei der Allianz zu wenig. Vielmehr wolle man zusätzlich zum Ausgleich im Norden des weiterhin bestehenden Lachwalds gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie mit den Naturschutzverbänden ein ökologisch gestaltetes Naherholungsgebiet entwickeln und realisieren. Dieses Gebiet solle sowohl den Einwohnern als auch der Pflanzen- und Tierwelt wesentlich mehr Qualität geben, als sie heute im Lachwald zur Verfügung steht.

Insgesamt, so die Vertreter der Allianz für Stutensee, stellt die Entwicklung des Baugebietes Lachwald II also einen Gewinn für die ganze Stadt, für die Menschen und für die Natur dar.

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