Im Vorfeld der Entscheidung des Gemeinderates, ob es zu einem Bürgerentscheid über dringend benötigten Wohnraum in einem Teilbereich des Lachwalds kommen soll, haben die Initiatoren des Bürgerbergehrens der Stadtverwaltung mehrere Kompromissvorschläge gemacht (die BNN berichteten).


Vorschlag 1: Die Stadt nimmt den Aufstellungsbeschluss zurück und der Bürgerentscheid entfällt.


Wir konnten hier keinen Kompromiss bzw. Entgegenkommen erkennen. Hätte die Stadt diesem Vorschlag zugestimmt, dann wäre das eine ersatzlose Aufgabe der sozialen Ziele gewesen.

Vorschlag 2: Die Errichtung von bezahlbarem Mietwohnraum in der Erweiterung des Quartiers ‚Wohnen mit der Sonne – Friedrichstal‘.

An der Stelle ist das leider nicht möglich, da die Stadt dort alle ihr dort gehörenden Grundstücke für viel Geld kaufen musste. Jeder Euro für Grundstückskäufe erhöht die Kosten für den Wohnungsbau – somit ist bezahlbarer Mietwohnraum nicht kalkulierbar.

Vorschlag 3: Die Stadt macht in Blankenloch ein Wohnquartier mit
bezahlbarem Wohnraum im geplanten Gewerbegebiet westlich der Bahn.

Diese Idee ist aus mehreren Gründen abwegig. Zum einen hat die Stadt dort nicht genügend eigene Flächen, um bezahlbaren Mietwohnraum zu realisieren. Außerdem muss verhindert werden, dass Blankenloch ein durch die Bahntrasse getrennter Ort wird. Es hat sich bewährt Wohngebiete in der Nähe der Stadtbahnlinie zu entwickeln.
 
Vorschlag 4: Im Lachwald werden parallel der Straßenbahn zwei Hochhäuser gebaut.

Zwei Hochhäuser reichen nicht aus, um den Bedarf an Wohnraum zu decken – auch wäre eine soziale Durchmischung schwierig umsetzbar. Bezahlbarer Wohnraum ist mit Hochhäusern außerdem nicht kalkulierbar, da ab 22 Meter Gebäudehöhe die Kosten überdurchschnittlich ansteigen (Kostensteigerung durch Brandschutz, zusätzliche Fluchtwege usw.). Außerdem fehlt dann weiterhin Geld für künftige Investitionen, die allen Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommen.
 

Nach oben