Schäden durch illegale Sperrmüllsammler


Sobald in den Stutenseer Stadtteilen die Sperrmüll-Termine näher rücken, sind im Ortsbild verstärkt meist weiße Transporter osteuropäischer Herkunft zu beobachten. Es handelt sich dabei um illegale Sperrmüllsammler, die in aller Regel auf der Suche nach geldbringenden Metallen, aber auch nach verwertbaren Elektrogeräten sind.

Nun könnte man meinen, dass es gut ist, wenn die Elektrogeräte repariert und anderswo weiterhin verwendet werden. Dazu muss man jedoch wissen: Die Elektrogeräte werden meist auf abgelegenen Parkplätzen zerlegt, die geldbringenden Metalle entnommen und der Rest wird wild entsorgt. Diese Entsorgung muss im Anschluss die Stadt bzw. der Landkreis übernehmen, was sich negativ auf unsere Müllgebühren auswirkt. Gerade bei den Altmetallen entstehen der Stadt und dem Landkreis erhebliche wirtschaftliche Schäden, da die Verkaufserlöse durch Altmetall den Kommunen zustehen. Diese Verkaufserlöse sind wichtig, damit die Müllgebühren für die Bürgerinnen und Bürger nicht erheblich ansteigen müssen. Daher sind illegale Sammlungen von wertstoffhaltigem Sperrmüll gemäß dem sogenannten Kreislaufwirtschaftsgesetz ganz bewusst verboten worden – es handelt sich dabei um Diebstahl!

Wir unterstützen es daher ausdrücklich, dass die Polizei regelmäßig intensive Sonderkontrollen von illegalen Sperrmüllsammlern durchführt. Allerdings muss man auch erkennen, dass die Polizei personell überlastet ist, wenn große Massen an Sperrmüllsammlern unterwegs sind. Außerdem scheint die illegale Sammlung trotz der bereits ausgesprochenen Bußgelder noch finanziell lukrativ zu sein.

Wir haben daher die Stadtverwaltung darum gebeten, sich gemeinsam mit dem Landkreis Karlsruhe (verantwortlich für Abfallentsorgung) geeignete Maßnahmen zu überlegen wie illegale Sperrmüllsammlungen möglichst unattraktiv und vor allem unrentabel werden könnten. Höhere und somit empfindlichere Bußgelder wären zumindest eine Möglichkeit.

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