Dialog mit Bürgern und Infoveranstaltung zum Vorschlag für Seniorenwohnen in Spöck


Eine Besucherin berichtet, dass sie derzeit allein in einem Haus lebt und der Aufwand für die Instandhaltung wird ihr in zunehmendem Alter zu viel. Als Spöckerin wartet sie auf eine Möglichkeit im Ort, eine Eigentumswohnung mit betreutem Wohnen zu kaufen. Ein weiteres Ehepaar berichtet von einem Pflegefall in der Familie: der Mann, der schon immer in Spöck wohnt, muss nun zur stationären Pflege in einen anderen Ort. Mehrere solcher Erfahrungen machte man nach dem offiziellen Teil der Infoveranstaltung, von der Marius Biebsch verabschiedete, bei Einzelgesprächen mit Bürgern.

Nach der Begrüßung durch Jonas Lindner folgte der Vortrag der Firma avendi, von denen drei Pflegeheime im Jahr 2016 vom Focus die Auszeichnung „TOP Pflegeheim“ erhielten. Die Jury bestand aus 1632 Heimleitern und der Prüfnote des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen. Von der Firma avendi waren drei Experten für den Bereich Bau, Pflege und Architekten vor Ort, um die Fragen der Bürger zu Themen wie Größe von Zimmern, Wohnungen, Wohn -/Pflegeformen (Wohngemeinschaften, Tagespflege usw.) zu beantworten. Dies alles unter Berücksichtigung von gesetzlichen Vorschriften wie der Heimbauverordnung und weiteren Gesetzen. Ein weiterer, wichtiger Aspekt war die Zeit bis zur möglichen Realisierung eines Seniorenheims. Ab Grundstücksvergabe durch die Stadtverwaltung ist mit einem Zeitraum von 2 Jahren bis zur Bezugsfertigkeit zu rechnen. Dies wurde als sehr wichtiger Aspekt angesehen, da die Bürger auf eine Realisierung warten und entsprechend planen möchten.

Sicher ist es richtig, dass der CDU-Ortsverband Spöck zunächst eigenständig die Initiative ergriffen hat. Dies ist aber als positiv zu sehen und mit Rücksicht auf den Betreiber gar nicht anders möglich gewesen. Nachdem klar war, dass eine stationäre Pflegeeinrichtung für Spöck möglich ist, von dem man in der Vergangenheit nicht ausgegangen war, wurden sofort alle Gremien informiert. Wir wissen auch, dass wir uns im Wahlkampf befinden. Bereits im letzten Wahlkampf hatten hatte die CDU Spöck das Thema „Wohnen für ältere Menschen“ als Ziel. Da sollte das Ergebnis nach 5 Jahren nicht einfach lauten, wir machen jetzt eine Ausschreibung. Man wollte aktiv in den Prozess eingreifen. Die Idee für ein Altenpflegeheim hatte bereits der ehemalige Ortsvorsteher Werner Linsen für das Gebiet 24 Morgenäcker. Derzeit sind dort noch keine Flächen für ein solches Projekt ausgewiesen. Eine solche sollte mit eingeplant werden. Der CDU-Ortsverband Spöck unterstützt gerne die Arbeit des Ortschaftsrats und respektiert die bisher gegangenen Schritte. Man wollte hier einen weiteren Vorschlag einbringen und dieser ist für Spöck zu sehen und sollte nicht zu politischen Konflikten führen. Von Nicole Lacroix wurde das so auch bei der Veranstaltung kommuniziert.

Am Ende der Veranstaltung wurde ich an einen Tisch mit acht Spöckerinnen gerufen. Sie sagten: „Sven es wäre toll, wenn es ein Seniorenheim in Spöck gäbe“. Im vorgeschlagenen Projekt würde auch ein öffentlich zugängliches Café realisiert werden. In diesem möchten die Damen schon jetzt einen Stammtisch reservieren.

Sven Reinisch - CDU Ortsverband Spöck

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