Seniorenwohnheim Spöck – Chance ergreifen? Oder verhindern und weiter im Kreis drehen?


Seit Jahren besteht Einigkeit darüber, dass man Seniorenwohnheime in allen Stadtteilen anstrebt. Derzeit gibt es noch keine entsprechenden Einrichtungen in Spöck und Staffort. Nun gibt es erstmals einen Interessenten, der in Spöck ein Seniorenwohnheim bauen und betreiben möchte.

Durch einen Kontakt eines Mitglieds der CDU Spöck ist man mit diesem Investor/Betreiber ins Gespräch gekommen. Nachdem dieser Investor/Betreiber Interesse am Standort Spöck gezeigt hat, stellte die CDU/FDP-Fraktion bei Oberbürgermeisterin Becker am 13. Februar 2019 einen Antrag. Diesem Antrag zufolge wurde die Stadtverwaltung gebeten, mit dem Investor/Betreiber Kontakt aufzunehmen und durch diesen Investor/Betreiber dem Gemeinderat seine Ideen für ein Seniorenheims für Spöck vorstellen zu lassen. Das war vor acht Wochen!!! Weder haben wir eine Eingangsbestätigung zu unserem Antrag erhalten noch wurde der Antrag auf die Tagesordnung des Gemeinderates gesetzt. Nach unserem Kenntnisstand ist der interessierte Investor/Betreiber zwischenzeitlich auch auf die Stadtverwaltung zugegangen.

Und wie reagieren die anderen Parteien? Die einen sagen, der Ortschaftsrat habe sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, man habe Besichtigungen organisiert und Vorträge über selbstverwaltete und trägergestützte Pflegegruppen gehalten (Freie Wähler). Die anderen wünschen sich ein Ausschreibungsverfahren (SPD).

Dazu sei gesagt, dass die „jahrelange Auseinandersetzung mit dem Thema“ bis heute nicht zu einem einzigen Interessenten als Investor und/oder Betreiber geführt hat. Und zum Thema „Ausschreibung“ muss die Frage erlaubt sein, weshalb man plötzlich diesen Weg einschlagen möchte? Weshalb ausgerechnet jetzt, wo man doch gerade erst vor wenigen Wochen in Blankenloch (Eggensteiner Straße) ein städtisches Grundstück für ein weiteres Seniorenheim ohne Ausschreibung vergeben hat. Weshalb wurde diese Forderung dort vor wenigen Wochen nicht geäußert, sondern erst jetzt? Fakt ist jedenfalls, dass die Interessenten zumindest bisher nicht Schlange gestanden sind, um in Spöck ein Seniorenwohnheim zu bauen und zu betreiben. Ob ein Ausschreibungsverfahren daran etwas ändert?

Für den aufmerksamen Bürger ist das ein durchsichtiges Spiel: Möchte man sich mit dem Interessenten ganz offensichtlich nicht beschäftigen, weil der Antrag von CDU/FDP kommt? Sachorientierte Politik der Fraktionen sieht anders aus! Wichtig ist, dass Spöck am Ende nicht leer ausgeht und man noch viele Jahre warten muss, bis sich dort mit einem Seniorenwohnheim etwas tut.

Zum Abschluss: Es liegt ein (aus unserer Sicht) sehr guter Vorschlag vor. Sowohl Investor als auch Betreiber haben zugesichert, dass es nur ein Vorschlag ist und man im Gespräch mit Stadtverwaltung sowie mit allen Parteien diesen noch wunschgemäß optimieren kann. Noch ist es nicht zu spät – man muss es nur wollen und endlich das Gesprächsangebot annehmen!

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