Zum 1. Januar 2020 wird die Stadt Stutensee auf das neue kommunale Haushaltsrecht (NKHR) umstellen. Der Hintergrund dafür ist das Gesetz zur Reform des Gemeindehaushaltsrechts des Landes Baden-Württemberg. Dieses betrifft alle Städte und Gemeinden, von denen einige bereits umgestellt haben.

Bislang arbeitet die Stadt Stutensee nach der sog. Kameralistik. Dabei erfolgt die Haushaltsplanung nach einer zahlungsorientierten Darstellung, die im Wesentlichen nur die Geldflüsse betrachtet. Künftig wird mit dem NKHR auch der Ressourcenverbrauch betrachtet, der zusätzlich zu den Zahlungsvorgängen in der sog. Doppik einfließt (vergleichbar mit der doppelten Buchführung in der freien Wirtschaft). Daher werden ab 2020 in Stutensee z.B. auch Abschreibungen berücksichtigt, die zwar nicht zu einer Auszahlung führen, aber dennoch einen Aufwand darstellen. Vorgabe ist es, dass ab 2020 dieser Ressourcenaufwand erwirtschaftet und zumindest mittelfristig periodengerecht ausgeglichen werden muss.

Die Umstellungsphase ist für die Verwaltung ein enormer Kraftakt. Zukunftsorientiert hat die Umstellung aber viele Vorteile für die Verwaltung, den Gemeinderat und die Bürgerschaft: Mehr Transparenz und mehr Generationengerechtigkeit, da jede Generation die Ressourcen erwirtschaften muss, die sie auch verbraucht.

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