Staatssekretär Jens Spahn hat den Nerv der Gäste getroffen

 

Die traditionelle Aschermittwochsveranstaltung der CDU Karlsruhe-Land fand in diesem Jahr aus Termingründen erst am darauffolgenden Donnerstag statt. „Volles Haus“ konnten die Veranstalter in der mit fast 600 Besuchern gefüllten Altenbürghalle von Karlsdorf-Neuthard vermelden. Eigentlich keine Überraschung – hatte sich mit Jens Spahn der amtierende Staatssekretär im Bundesfinanzministerium zu der Traditionsveranstaltung angekündigt, an der auch zahlreiche Mitglieder und Gäste aus Stutensee teilgenommen haben.

Der 37-jährigen Spahn sagte, dass es mit Blick auf das Wahlergebnis im letzten September schwierig geworden sei, zu einer Regierungsbildung zu kommen. Schließlich habe die Wahl auch die politische Statik verändert. Gleichzeit mahnte Spahn, dass die Stärke der AfD aber keinesfalls eine Normalität werden dürfe. „Wir wollen als CDU nicht mit der AfD koalieren, sondern sie wieder überflüssig machen, indem wir verlorenes Vertrauen wiedergewinnen“, rief der Finanzexperte den begeisterten Gästen der CDU zu.

Die CDU habe laut Spahn dazu die besten Voraussetzungen, schließlich sei die CDU eine Partei mit klarer Haltung und klaren Überzeugungen. In Bildungsfragen, wo es um Wissen, aber auch um Werte und Tugenden gehen müsse. Ebenso als Familienpartei, die unter Familie wesentlich mehr verstehe als Krippenplätze und mehr staatliche Betreuungsangebote: mehr gemeinsame Zeit von Eltern und Kindern. Auch als Partei der Sozialen Marktwirtschaft, die wisse, dass vor dem Verteilen immer zuerst das Erwirtschaften komme, habe die CDU viel zu bieten. Ebenso auch als Partei einer soliden Haushaltspolitik ohne neue Schulden und mit einem klaren Bekenntnis zu Leistungs- und Generationengerechtigkeit.

Jens Spahn unterstrich in seiner Rede zudem die klare Erwartungshaltung, die man an in Fragen der Integration haben müsse. „Es gehört dazu, wer dazu gehören will“, betonte Spahn die Bringschuld von Migranten und Flüchtlingen. Wer diese Haltung zeige, könne sich jeder erdenklichen Unterstützung sicher sein.

Letztlich zu spüren war im Saal, dass hier am Donnerstag nach Aschermittwoch ein Hoffnungsträger gesprochen hat, der noch nicht am Ende seiner Karriere angelangt ist. Unter großem Beifall und stehenden Ovationen hat Jens Spahn den Mitgliedern und Gästen eine zentrale Botschaft vermittelt - nämlich, dass die CDU ihre konservative Seele nicht weiter vernachlässigen darf.
 

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