Das Corona-Virus hat die Welt und auch Stutensee fest im Griff


Corona: Ausbreitung verlangsamen ist oberstes Ziel

Das Corona-Virus hat die Welt und auch Stutensee fest im Griff. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Prof. Dr. Lothar Wieler, geht davon aus, dass sich 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung in der nächsten Zeit infizieren werde.

Die Aufgabe besteht nun darin, die Ausbreitung zu verlangsamen und die Kurve abzuflachen. Warum? Je mehr Menschen infiziert sind, desto mehr schwere Verläufe wird es geben. Das aber birgt die große Gefahr, dass Ärzte und Pflegepersonal mit der Versorgung überfordert sind und das Gesundheitssystem dann dem Ansturm nicht standhalten kann. Deshalb ist es so wichtig, den Verlauf der Ausbreitung zu verlangsamen.

Um dieses Ziel zu erreichen sind viele Maßnahmen erforderlich, die leider auch unseren Alltag vorübergehend gravierend einschränken werden – aber in dieser Ausnahmesituation müssen wir zusammen stehen dafür Verständnis haben.

Kita- und Schulschließung sind absolut richtige Entscheidung

Die Entscheidung der Landesregierung und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) Kitas und Schulen in Baden-Württemberg vorübergehend flächendeckend zu schließen ist in dieser Situation absolut richtig, denn es muss jetzt alles getan werden, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Viele betroffene Eltern standen / stehen kurzfristig vor einer großen Herausforderung, um Kinderbetreuung und eigenen Job quasi von heute auf morgen unter einen Hut zu bringen. In der momentanen Lage sind aber nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber in der Verantwortung. Wir haben eine Ausnahmesituation und es geht jetzt darum, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam an kreativen und individuellen Lösungen arbeiten: Zu den Möglichkeiten gehören z.B. der Abbau von Überstunden und Homeoffice dort wo es möglich ist, Arbeitszeiten auf das Wochenende, in die Morgenstunden oder auf den Abend verschieben, wenn beispielsweise der Partner den Nachwuchs betreuen kann.

Das wird nur leider nicht in allen Branchen und Jobs klappen – daher organisiert die Stadt Stutensee unter bestimmten Voraussetzungen eine Notbetreuung z.B. für Kinder, deren Eltern in sogenannten systemrelevanten Jobs arbeiten (Polizei, Gesundheitswesen, Pflege, Energie- und Wasserversorgung, Müllentsorgung usw.).

Auswirkungen auf die Wirtschaft

Noch kann keiner sagen wie groß die Auswirkungen auf unser Wirtschaft sein werden – das dürfte auch ganz entscheidend davon abhängen wie lange diese Lage anhält. Aber ganz klar ist, dass Corona nicht spurlos an unseren Betrieben vorbei gehen wird. Daher ist es wichtig, dass der Staat den betroffenen Unternehmen unter die Arme greifen – vor allem bei Bedarf auch kurzfristig!!

Das Bundeswirtschaftsministerium bietet zahlreiche Unterstützungen an, die auf der Homepage des Ministeriums abgerufen werden können: www.bmwi.de

Hier ein Auszug bzgl. dem aktuellen „Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ (Quelle: BMWI):

  1.  Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. So kann Kurzarbeitergeld unter anderem bereits dann beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind.
  2. Die Liquidität von Unternehmen wird durch steuerliche Maßnahmen verbessert. Zu diesem Zweck werden die Stundung von Steuerzahlungen erleichtert, Vorauszahlungen können leichter abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet.
  3. Die Liquidität von Unternehmen wird durch neue, im Volumen unbegrenzte Maßnahmen geschützt. Dazu werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht, etwa die KfW- und ERP-Kredite.
  4. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesfinanzminister Scholz werden sich auch auf europäischer Ebene für ein koordiniertes und entschlossenes Vorgehen einsetzen. Die Bundesregierung begrüßt unter anderem die Idee der Europäischen Kommission für eine „Corona Response Initiative“ mit einem Volumen von 25 Milliarden Euro.


Grenzschließungen

Zu begrüßen ist es, dass sich der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) bei der Bundesregierung mit seiner Forderung durchgesetzt hat, temporär die Außengrenzen teilweise zu schließen. Da das südliche Elsass als Risikogebiet eingestuft wurde, ist insbesondere unsere Region von einer Gefahr im Grenzraum betroffen. Strobl sagte dazu am vergangenen Wochenende „Die Lage ist ernst, wir müssen handeln. An erster Stelle steht der Schutz der Bevölkerung vor einer Infektion. Mir ist bewusst, dass eine solche Maßnahme in einem vereinten Europa eine schwierige Entscheidung ist. Die weitere Ausbreitung des Corona-Virus macht es aber notwendig, dass wir diese Verbindungen zumindest vorübergehend stärker kontrollieren, um so das Risiko weiterer Ansteckungen für die Menschen im Grenzraum zu reduzieren.“

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