Informationsveranstaltung über die Fortschreibung des Flächennutzungsplans

 

Mit der Informationsveranstaltung über die Fortschreibung des Flächennutzungsplans hat man von Seiten der Stadt Stutensee und des Gemeinderats den Dialog und den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Bürgerinitiative gesucht. Das vorherrschende Thema war die Lachwaldbebauung. Die anderen Bauflächen wurden nur angerissen.

Der CDU/FDP Fraktion war es wichtig, an diesem Abend zuzuhören. Es wurden jedoch keine neuen Argumente zum Erhalt des Lachwalds vorgetragen. Dass hier Anwohnerinteressen bestehen ist erkennbar und nachvollziehbar, jedoch ist es Aufgabe des Gemeinderats nach Abwägung aller Fakten Entscheidungen zum Wohle aller Stutenseer Bürgerinnen und Bürger zu treffen.

Eine alternative Ausweisung von Bauland in den nördlichen Stadtteilen, wie es an diesem Abend mehrfach vorgeschlagen wurde, erhöht den Individualverkehr in Form von Pendlern und belastet somit die Umwelt und die Einwohner von Stutensee zusätzlich. Die Gebiete in Büchig und Blankenloch liegen nahe der Stadt Karlsruhe und sind über den ÖPNV mit vernünftigen Wegezeiten ans Oberzentrum angebunden. Der Gemeinderat hat außerdem vor Jahren beschlossen, dass jeder Stadtteil prozentual seiner Größe wachsen soll. Eine Verlagerung der Bevölkerungsentwicklung nach Norden (Friedrichstal, Spöck und Staffort) macht aufgrund der vorhandenen Infrastruktur in Blankenloch keinen Sinn. Auch hier würde zusätzlich Verkehr zu weiterführenden Schulen, Schwimmbad, Rathaus etc. entstehen.

Wohnraum in Stutensee, und somit in der Wachstumsregion Karlsruhe, wird immer teurer. Aufgabe des Gemeinderats ist es, bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn eigenes Gelände vorhanden ist und keine Baulandflächen von Privatpersonen angekauft werden müssen. Da der Lachwald im Eigentum der Stadt Stutensee liegt, ist diese Fläche die einzige Möglichkeit, bezahlbaren Mietwohnungsbau zu realisieren.

Eine alternative Fläche, die sich zu Teilen im Stadteigentum befindet, liegt östlich von Blankenloch und somit im Landschaftsschutzgebiet. Diese Suchfläche wurde aus Umweltschutzgründen von Seiten der Stadt aus der Fortschreibung herausgenommen. Eine weitere alternative Bebauungsmöglichkeit auf stadteigenem Grund konnte bisher weder von den Grünen noch von den Gegnern der Lachwaldbebauung aufgezeigt werden.

Der CDU/FDP Fraktion ist es selbstverständlich wichtig, einen adäquaten Ausgleich der zu rodenden Waldfläche zu schaffen. Die Hälfte des Lachwaldes bleibt bestehen und wird durch 1:1 Aufforstung im Westen an den Hardtwald angebunden. Für Vögel macht dies ökologisch Sinn und bedeutet einen Mehrwert. Desweiteren werden zwischen Blankenloch und Büchig ökologisch wertvolle Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt, was dem Artenschutz zugutekommt. Für die Naherholung wird dieses Gebiet einschließlich des Bachlaufs ebenfalls aufgewertet und gestaltet.

Nach Abwägung aller vorgebrachten Argumente und Fakten spricht sich die CDU/FDP Fraktion für die von der Stadtverwaltung vorgelegte Fortschreibung des FNP inkl. der Lachwald-Bebauung aus und wird mit dieser Haltung in die Abstimmung des Gemeinderats gehen.

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