In Sachen Kriminalstatistik war Baden-Württemberg stets ein Vorbild. Niedrige Verbrechensraten und Top-Aufklärungsquoten gehörten zu den Aushängeschildern des einstigen Musterlandes. Daher war das Entsetzen groß, als Bundesinnenminister Thomas de Maizière Anfang Juni die neueste polizeiliche Kriminalstatistik vorstellte.

Während bundesweit die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche von 2012 auf 2013 um etwa drei Prozent zugenommen hat, so ist die Zahl in Baden-Württemberg um ungefähr 30 Prozent geradezu explosionsartig angestiegen. Doch damit nicht genug: Die Aufklärungsquote ist seit dem Regierungswechsel 2011 um ein Drittel regelrecht eingesackt. Unsere Fraktion erwartet bereits heute gespannt die Kriminalstatistik für Stutensee und bittet die Verwaltung die entsprechende Präsentation vorzuziehen, um rechtzeitig entsprechende Konsequenzen ziehen zu können.

Das Land wäre aus unserer Sicht in diesem Zusammenhang gut beraten die Abschaffung des Freiwilligen Polizeidienstes umgehend rückgängig zu machen. Dieser Freiwillige Polizeidienst war ein Erfolgsmodell und durch die Abschaffung wird und wurde keine einzige neue Polizeistelle geschaffen. Die Aufgaben für die Polizei sind allerdings nicht weniger geworden – im Gegenteil!

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